Flughafen / Parken / Abfliegen / Check in / Flugplan

Flughafen, Parken, Terminal, Abflug

Typen von Magerrasen

Der Magerrasen als Pflanzengesellschaft an nährstoffarmen Standorten besteht heute mancherorts an Rutschhängen natürlich. Dort entstehen immer wieder freie, neu zu besiedelnde Flächen, die im Laufe der Zeit (Sukzession) meist wieder verbuschen. Aber auch die anderen Magerrasen sind vermutlich nicht wirklich Sekundärlebensräume. Sie sind vielmehr mancherorts auch Relikte von natürlichen Weiderasen, wie sie vor dem Auftreten des Menschen in der damaligen parkartigen Landschaft weit verbreitet waren. Erst die Ausrottung der großen Weidetiere durch den Menschen hat zur Zurückdrängung der offenen Weidemagerrasen Mitteleuropas geführt. Waren für das frühzeitliche Aussterben der großen Pflanzenfresser Mammut, Altelephant, Waldnashorn, Wollnashorn und Steppenwisent das Klima neben der Jagd möglicherweise mitverantwortlich, so ist das Aussterben bzw. die weitgehende Ausrottung von Wildpferd, Riesenhirsch, Elch, Auerochs, Waldwisent, Höhlenbär und Braunbär, die einst zahlreich unsere Landschaft bevölkerten, anthropogen bedingt. Selbst Rothirsch, Damwild, Wildschwein Gämse, Mufflon oder Steinbock sind in Mitteleuropa heute auf das Hochgebirge oder weitgehend auf Wildgehege beschränkt. Die ursprünglichen parkartigen Weidewälder wurden im Umfeld menschlicher Siedlungen ab der Jungsteinzeit durch die übliche Waldweide von Haustieren weitertradiert und haben sich im Zug der Weiterentwicklung der Weidewirtschaft sekundär wieder ausgebreitet.

Viele Vertreter dieses Typs wurden in ihrer Entwicklung so folgerichtig auch heute begünstigt durch extensive landwirtschaftliche Nutzung (einschürige Mähwiesen oder Schafweiden) auf nährstoffarmen Flächen. Magerrasenflächen waren seit alters her agrarökologische Sonderstandorte, bei denen auch in der vorindustriellen Landwirtschaft nur eine extensive Landnutzung stattfand. Typisch für Magerrasen war die Wanderschäferei, für die große Weideflächen gebraucht wurden. Die Beweidung führte dazu, dass sich die Flächen nicht bewaldeten.

Als exotische Beispiele können auch Flächen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen genannt werden, hier kam es durch ständiges Aufreißen der Vegetationsdecke sandiger, flachgründiger Standorte, als Folge der Fahrtätigkeit von Kettenfahrzeugen, zu ähnlichen Entstehungsbedingungen wie bei offenen Gleithängen (Beispiel: Mainzer Sand).

  • Sand-Magerrasen siehe Trockenrasen
  • Kalk-Magerrasen siehe Beitrag Trockenrasen
  • Steppentrockenrasen (Lehm)
  • Übergangsformen mit günstigeren Nährstoff- und Feuchtebedingungen wie Magerrasen und Halbtrockenrasen. siehe auch:Lechtalheiden
  • Silikattrockenrasen
  • Wacholderheide (diese Bezeichnung ist gebräuchlich, sagt aber nichts über die Pflanzengesellschaft aus)
  • Brenne, kleinflächiges Rasenbiotop in Auwäldern
  • Halbtrockenrasen
  • Pfeifengraswiesen, die auch auf nassen Standorten gedeihen (siehe auch Streuwiese)
  • Schwermetall-Magerrasen, z.B. im Harz und Harzvorland (siehe auch Schwermetallrasen)

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Magerrasen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.